Zitat:
"Seit drei Jahrzehnten wird im sächsischen Tagebau
Nochten Braunkohle gefördert. Dabei stoßen die
Lausitzer Bergleute immer wieder auch auf skandinavische
Schwergewichtige Findlinge, die mit den Eiszeiten in die Lausitz
gelangten. Allein im Tagebau Nochten werden jedes Jahr rund 4000
Findlinge geborgen. Lange galten die schweren Brocken mit den
sanften Rundungen als "Steine des Anstoßes". Sie lagen beim
Abbau der Braunkohle im Weg, beschädigten Tagebaugeräte
und Förderbänder. Findlinge bedeuteten Gefahr und wurden
deshalb vor Ort verkippt oder gesprengt.
Im sächsischen Nochten entstand ein europaweit einmaliges
Projekt, welches im Sommer 2000 begann und rund drei Jahre in
Anspruch nahm. Nun wächst auf dem einstigen Bergbauareal ein
Findlingspark. Planierraupen haben das Relief des 30 Hektar
großen Geländes geformt. Mit nahezu 3000 großen
Findlingen aus den Tagebauen Nochten und Jänschwalde wurden in
einer Phantasie-Landschaft Gartenräume geschaffen, die den
Besucher beeindrucken werden, weil er so etwas ähnliches
bisher noch nie gesehen hat. Diese Findlinge bilden die Basis
für die fünf Gartenbereiche." |